Krawattenknoten und Lebensgeschichten

Manche Rettungstaten sind Kleinarbeit – wie diese…

Krawattenknoten

Krawattenknoten

Der Spaziergang nach dem frühen Weihnachtsessen bescherte mir eine interessante Begegnung. Die sonst so belebte Innenstadt präsentierte sich einsam und verlassen.

Kaum ein Mensch kreuzte meinen Weg. Doch eine Begegnung sollte diesen Abend retten1 . Ein völlig verzweifelter Mann bat mich, ihm einen korrekten Krawattenknoten zu binden.

Natürlich half ich ihm und fragte halb im Scherz ob er sich –ich bemerkte den Ehering– für seine Frau zurecht mache. Er erwiderte mit Tränen in den Augen, seine Frau habe ihn vor die Tür gesetzt und er sei auf dem Weg zur Kirche, um dort seinen Frieden zu suchen.

Er verabschiedete sich höflich und unsere Wege trennten sich. Diese Begegnung wird nicht so schnell vergessen sein.

  1. Offen ist nur: Für wen? []

2 Kommentare

  1. Veröffentlicht am 25. Dezember 2008 um 12:09 | Permanenter Link

    Sebastian, danke für diese Geschichte.

  2. Veröffentlicht am 23. Februar 2009 um 08:44 | Permanenter Link

    Ich mußte es erst zweimal lesen, um es zu verstehen.
    Sehr tiefgründig diese Geschichte.